WoMo-Solaranlage geplant? Diese Fragen solltest Du Dir ehrlich beantworten

Wer sich eine WoMo-Solaranlage anschaffen möchte, sieht und hört zuvor meist viel aus dem Umkreis von befreundeten Wohnmobilisten.

Doch so einen Bedarf zu ermitteln ist so individuell wie die Camper selbst. Worauf es dabei an kommt und welche Fragen zur Ermittlung des passenden Konstrukts nötig sind, lest Ihr hier.

1. Wo wird das Wohnmobil größtenteils genutzt werden?

Wie nötig diese Frage ist, zeigen schon die unterschiedlichen Vorlieben der Camper: Der Eine möchte die Nordlichter besuchen, der Andere in Südeuropa überwintern und der Dritte geht auf Deutschland-Tour im Sommer, während der Vierte direkt einen Marokko-Trip plant.

Doch nicht nur die Regionen, in denen Solarstrom benötigt wird, spielen in die Berechnung hinein.

Während im Sommer in Deutschland eine gute Ausbeute an Solarstrom möglich ist, kann im Winter die Ausbeute bei vielleicht 10 % liegen – und sogar gegen Null gehen.

Hier hilft ein Blick auf unser Schaubild zur Solar-Einstrahlung sicher etwas weiter.

2. Was soll mit Solarstrom betrieben werden?

Immer wieder suchen uns Camper auf, die zwar in Deutschland bleiben wollen, aber von der Induktions-Kochplatte bis zur Infrarot-Heizung, TV und Laptop alles per Solar betreiben möchten – bei einer maximalen Montagefläche, die maximal für 3 Solarpanels ausreicht.

Diese Rechnung kann einfach nicht aufgehen, sind wir bei maximal 3 Panels doch auf eine Spitzenleistung (die bitte auch als Solches und nicht als Dauerleistung zu verstehen ist) von 360 Kwp begrenzt.

Somit gehört zu den „Hausaufgaben“ eines zukünftigen Solarstrom-Besitzers eine exakte Auflistung der Energieverbraucher, inkl. der Anzahl von Stunden/ Minuten, ggf. auch deren Häufigkeit pro Tag, um anschließend nicht in die Röhre gucken zu müssen.

Hierzu haben wir für Euch eine Excel-Berechnungstabelle erstellt, die dabei hilft, den Gesamtbedarf zu ermitteln. (Solarberechnungstabelle)

Je nachdem, was die Antworten auf Frage Nr. 1 sind, führt der Weg an Hybrid-Lösungen aber auch Abspecken der benötigten Energie nicht herum.
Was kann ergänzend mit Gas betrieben werden, um besonders in den Wintermonaten die Ausbeute an Sonnenenergie zu ergänzen?

Im Sommer schaffen Solarmodule ca. 6 Stunden die Voll-Leistung zu liefern. Das wäre bei einem 60W-Modul eine Ausbeute von 30Ah.

3. Welche Batterie soll dazu passen?

Hierzu werft mal bitte einen Blick in die Gegenüberstellung von Lithium-Ionen-Batterien zu AGM/Gel und Blei-Säure. Auch hierzu gibt es ein Schaubild.

Gerade diejenigen, die sich auch im Winter in Europa bewegen, sollten über den Einsatz der Lithium-Ionen-Batterien nachdenken, die Vorteile dieses Batterietyps haben wir in diesem Artikel erläutert.

Generell sollte die Batterie von der Kapazität her das 4-5fache der benötigten Tagesleistung „beherbergen“ können. Schließlich gibt es selbst im sonnigen Spanien auch immer mal Regentage oder bewölkten Himmel, wo die Ausbeute sehr gering ausfällt.

4. WoMo-Solaranlage – Wie sollen die Panels ausgerichtet werden?

Am Sinnvollsten ist natürlich die Ausrichtung gen Süden, doch auch wenn sie nach West oder Ost ausgerichtet ist, bringt sie immerhin noch bis zu 80 % der Leistungsaufnahme, die bei südlicher Ausrichtung möglich wäre.

Wird die Anlage vermehrt im Sommer über genutzt, ist eine Ausrichtung von 20-30° ideal, im Herbst/Frühling besser 30-40°. Im Winter wiederum sorgt die Sonnenstellung dafür, dass mind. 40° nötig werden.
Dafür gibt es entsprechende „Aufsteller“, so dass die Panels nicht fix mit dem Dach verschraubt/verklebt sind, sondern entsprechend des Einstrahlungswinkels aufgestellt werden können.

5. Welche Module kann ich beim Wohnmobil verwenden?

Diese Frage ist nicht zu vernachlässigen! Je nach Region ist es wichtig, dass das Modul der Erschütterungen beim Fahren stand hält. Je näher ich am Meer bin, sollte es auch resistent gegen Meeerwasser und dessen Salze sein, weshalb u.a. im maritimen Bereich andere Module eingesetzt werden als weit im Hinterland.

Mittlerweile gibt es auch semi-flexible Solarpanels, auf denen man mit weichen Schuhen sogar laufen kann – diese sind auch häufig widerstandsfähiger gegen Hagelschlag und Co.

6. Online kaufen oder zum Händler vor Ort?

Hier lassen wir unsere Kunden reden: Sicher sind einige Angebote online, z.B. über Amazon, auf den ersten Blick günstiger als mancher Händler vor Ort.

Doch spätestens in Punkto Beratung, Serviceleistungen und Montage wiegt sich der Unterschied schnell wieder auf.

Gibt es Probleme mit einer Solaranlage, tun sich bereits beim Versenden der Batterien ungeahnte Probleme auf.
Der Händler und Monteur vor Ort kann oft auf Anhieb den Fehler suchen und finden, was bei Selbstmontage oder potentiellen Garantiefällen zu einer umständlichen und langwierigen Angelegenheit wird, die richtig Nerven kostet.

Am falschen Ende sparen heißt in diesem Fall meist draufzahlen.

Ein Gespräch mit uns, handfeste Beratung und fachmännische Montage schließen derartige Reinfälle aus. Ruft uns an:

Festnetz: 0641 – 35099899
Mobil: 0152 – 31082796

 

Unsere Servicehotline ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

 

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